Andreas Grossmann
Instrumente

1969      

1969 hörte ich einen Freund die Davey Graham Komposition Anji spielen. Das wollte ich auch können. Also lieh ich mir seine Gitarre so oft es ging, kaufte sie ihm sogar für 10 Mark ab.



Eine Framus Wandergitarre mit fliegendem Saitenhalter, ständig verstimmt.
Das übt !


1974

Ein Jahr später Woodstock im Programmkino, Stephen Stills: Judy Blue Eyes. So ein dichter Sound mit einer Gitarre? Ich hatte natürlich keine Ahnung von dieser DDDDAD Stimmung und konnte mir das nicht erklären. Aber die Lunte war entzündet.


1974 kaufte ich mir die erste richtige Gitarre, eine Tama OM-Kopie mit immerhin massiver Decke.


1976
Mit Fingerpicks brachte ich einen lauten und klapprigen Sound zustande. Werner Lämmerhirt wurde mein erster Held. Also versuchte ich, die Geschwindigkeit seiner Version von Anji noch zu übertreffen. Irrwitzig. Um die Zeit begann auch die Geschichte meiner Kneipenauftritte in Hamburg. Ich hörte sehr viel akustische Gitarrenmusik. John Renbourn und die Band Pentangle, ohne sie zu begreifen. Und Leo Kottke, der meiner Neigung zu fettem Sound und schnell zu spielen, sehr nahe kam.

Also wurde die Yamaha 12Saiter, die mir ein Junkie für 50Mark angedreht hatte, komplett besaitet (012-056, 2 Ganztöne tiefer, open G, D’Armond PickUp) und ich gab Gas.

1976
Dann bekam ich eine Levin W32 angeboten, schwedisch, vollmassiv und nahm sie. Auch hier kamen jetzt dicke Saiten zum Einsatz  (013-058, 1 Halbton tiefer), und mein Sound war sehr amerikanisch. Nicht mehr lange, denn ich geriet in eine FolkBand, die britisch orientiert war. Ich lernte Finger-Style zu schätzen und legte die Picks ab.

  

1978

1978 konnte ich mir einen Traum erfüllen:

Eine Martin D 28, eine Art gitarristischer Standard. Diese Gitarre habe ich 5 Jahre lang gespielt.


1979
Bei einer Tour durch England erwarb ich eine Fylde Gitarre, die mich durch ihren glockenhaften Klang sehr beeindruckte.

Auf ihr entdeckte ich John Renbourn neu und lernte  ein paar Renaissance Stücke.

1984

Nach meinem Umzug  nach Kiel versuchte ich mich ein wenig in Rock-Musik und wurde faul. Familie wurde wichtiger. Die Gitarren verstaubten an der Wand oder wurden verkauft.
 


1991

1991 hielt ich es nicht mehr aus: Neue Gitarre, neuer Angang. Eine Guild D55, eine schwere Gitarre, deren Sustain mich gefangen nahm.


   


1996

Schnell ging ich neue Bandprojekte an, von alter Musik bis zu Crosby, Stills & Nash Cover. Allerdings verlangte das auch wieder einen Sound, wie nur eine Martin ihn bringt. Oder jemand baut so, wie Martin mal war.  In den frühen 1990ern lernte ich die Tübinger Gitarrenbauer Rudolph Blazer und Wilhelm Henkes kennen. 1996 bauten sie mir eine 12Bund Dreadnought.


1997 folgte eine OM im 42er Style. Dieses Instrument  lässt keine Fragen offen. Ich habe mir 2006 noch eine OM 28 für open tunings bauen lassen.

Hier gibt es Photos meiner Blazer & Henkes Gitarren


2005

Für die fetten Nummern (ich liebe alte Pop-Songs) verwendete ich teilweise gern eine Martin HD 28Vintage mit 013er Saiten (1 Ganzton tiefer).




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