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Geboren
bin
ich
am
23.12.1952.
Musikalisch sozialisiert wurde ich in den frühen
Sechzigern im wesentlichen durch die Beatles. Bis
heute liebe ich speziell die späten Songs von George
Harrison. Im Alter von 15 Jahren hielt ich zum
ersten Mal eine Gitarre im Arm und bearbeitete sie
mit Spielsteinen vom Flohhüpfen. 1969 kaufte ich
nach einer Radtour von einem Schulfreund eine alte Gitarre für 10
Mark ab. Ich übte mir die Finger blutig und blasig.
Das erste Stück, das ich spielen konnte, hieß
bezeichnenderweise Helpless. Überhaupt hatten es mir
Crosby, Stills & Nash sehr angetan. Auf der
anderen Seite hörten wir sehr viel deutsche
Liedermacher, z.B. Hannes Wader. Der hatte auch
einen Begleitgitarristen. Und als Werner Lämmerhirt
ein Solo-Konzert im Hamburger Remter gab, habe ich
auch Wader Lieder erwartet. Weit gefehlt. Mit
offenem Mund lauschte ich seinem Speed Folk Picking.
Inzwischen hatte ich schon eine Gitarre für 50 Mark,
eine ehemals 12Saiter Yamaha. Ich setzte
Metall-Fingerpicks auf und klapperte los. Wieder
übte ich, bis ich blöde wurde. Eine Gitarre weiter,
und ich spielte beim legendären Danny´s Pan in
Hamburg vor. Erster Auftritt vor Publikum. 30 Mark.
Schnell lernte ich viele Hamburger Musiker kennen,
oder ausländische aus dem Anglo-Bereich, die in
Hamburg lebten. Es ergaben sich viele Sessions, es
gab weit über 100 Akustik-Live-Kneipen in Hamburg in
jenen Tagen. Ich war dann einer der ersten, der
seine Gitarre, die inzwischen wieder 12Saiter Yamha,
elektrisch verstärkte. Hatte ich bei Leo Kottke
gehört. Parallel hatte ich meine erste feste Band,
Madrigal, mit wunderschönem, vierstimmigem Gesang.
Wir sangen alles, von Bob Dylan über Traditional bis
zu Schmetterlinge. Ich lernte dann, auch im Danny´s
Pan, eine Folk-Band aus England kennen, schleppte
noch eine Freundin mit an, und Moggy Magglone
spielte sogar auf dem Oldenburger Folk Festival
1976. Im selben Jahr auch erster Auftritt beim
Osnabrück Interfolk Festival. Ich ließ mir die Nägel
wachsen und warf die Picks weg. Finger-Style
interessierte mich jetzt viel mehr. Zum ersten Mal
bedauerte ich es, nicht notenfest zu sein. Die Band
zerbrach, und mit der Moggy Magglone Sängerin
Elizabeth Sudell zog ich nach Neuss, wo wir ein Folk
Duo (Moggy´s Pride) kultivierten. 1980 ging es nach
Kiel, und meine gitarristische Ausprägung festigte
sich. Allerdings, bedingt durch die 012er Saiten
benutze ich künstliche Fingernägel (aus der
Kosmetikabteilung), da ich ansonsten nicht genug
Kraft und Ton im Finger habe. 1982 wirkte ich mit
als Gastgitarrist des Liederschreibers / Sängers
Manfred Jaspers bei Günter Pauler in Northeim. Ich
fing auch an, mich als Songschreiber und
Rock-Musiker auszuprobieren. Das Songschreiben
beschäftigt mich bis heute, der Rock-Musiker ist
Schnee von gestern. Es wurde Zeit für Familie,
Kinder und Geldverdienen. Die Gitarren versauerten.
Bis 1991 war Funkstille. Schande. |
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